Baustelle einrichten und Aufstellung des Containers planen - so läuft alles glatt bei der Renovierung

Eine Renovierung scheitert selten am Können, sondern an der Vorbereitung. Wer ohne Plan loslegt, reißt Tapeten ab und merkt am Abend, dass die Heizung noch montiert ist und der Estrich nicht trocken sein wird, bevor der Belag kommt.

Wir zeigen, wie Sie eine Renovierungs-Baustelle so einrichten, dass die Arbeit sauber durchläuft, der Staub im Griff bleibt, der Container am richtigen Platz steht und die Nachbarn entspannt bleiben.

Container für Renovierung Baustelle

Reihenfolge der Gewerke: damit nichts doppelt gemacht wird

Drei Faustregeln laufen durch jede gute Bauplanung: von außen nach innen, von oben nach unten, von grob zu fein. Bei einer Innenrenovierung übersetzt sich das in eine klare Abfolge.

Demtogae, Rückbau, entfernen von Bodenbelägen

Demontage und Rückbau zuerst

Tapeten, alte Bodenbeläge, Sanitärobjekte, nichttragende Wände und alte Türen kommen raus, bevor irgendetwas Neues entsteht.

Die Versuchung ist groß, einzelne Räume „schon mal“ anzufangen, aber wer parallel demontiert und montiert, schleppt Staub durchs frisch Gemachte.

Abriss von Wänden und Installation

Rohbau und Installationen

Mauerwerk abreißen, neue Wände setzen, Schlitze für Leitungen ziehen. Anschließend kommen die Installationen in dieser Reihenfolge: Wasser und Abwasser, Heizung, dann Strom und Lüftung.

Sanitär liegt meist tiefer in der Wand als Elektro, deshalb verlegt man die Wasserrohre vor den Stromkabeln. Eingriffe in Gas- und Elektroinstallationen gehören in die Hand einer Fachkraft!

Innenausbau, Trockenbau und verputzen der Wände

Innenausbau und Anstrich

Trockenbau, Verputzen, Spachteln, neue Türen einbauen. Erst danach Decken streichen, dann Wände tapezieren oder lackieren.

Wer in der falschen Reihenfolge arbeitet, hat Spachtelstaub auf frischer Farbe.

Estrich Bodenbelag

Boden zuletzt

Bodenbeläge kommen ganz am Ende, nach vollständiger Trocknung des Estrichs. Bei einem Zementestrich liegt die Trocknungszeit nach Norm bei mindestens 28 Tagen, je nach Dicke und Klima auch länger.

Endmontagen wie Steckdosen, Heizkörper, Sanitärobjekte und Lichtschalter folgen, sobald die Räume sauber und trocken sind.

Staubschutz: die unterschätzte Disziplin

Bauschutt sammelt sich auf der Baustelle, Staub legt sich überall hin, wo wir nicht hinschauen. Ohne ordentlichen Staubschutz finden wir Spuren der Renovierung Wochen später noch im Schrank im Nachbarraum.

Folien, Türen, Wände

Eine Staubschutztür aus PE-Folie mit Reißverschluss kostet wenig und hält den Staub effektiv im Arbeitsraum.

Bei größeren Vorhaben lohnen Staubschutzwände mit Teleskopstangen, die einen Bereich innerhalb eines Raums abtrennen.

Heizung und Lüftung schalten Sie während staubintensiver Arbeiten ab, sonst verteilen sie den Staub im ganzen Haus.

Möbel und Boden abdecken

Möbel, die nicht aus dem Raum können, mit Folie und Klebeband sauber abdecken, nicht nur ein Tuch drüberlegen.

Den Boden im Arbeitsraum mit Vlies oder Hartfaserplatten schützen, vor allem wenn er erhalten bleiben soll.

Aufgeräumt arbeiten lohnt sich auch beim Staub: regelmäßig wegräumen statt erst am Wochenende, das reduziert Aufwirbelung deutlich.

Strom, Wasser und Gas sicher trennen

Bevor Sie eine Steckdose, einen Schalter oder eine Wand mit Leitungen anfassen: Sicherung im Stromkasten ausschalten und mit einem zweipoligen Spannungsprüfer Spannungsfreiheit prüfen.

Bei Eingriffen in die feste Verkabelung gehört eine Elektrofachkraft dazu, die Einhaltung der Vorgaben der DIN VDE 0100 ist hier kein Vorschlag, sondern Pflicht!

Vor der Demontage von Sanitärobjekten den Hauptabsperrhahn schließen, oft sitzt er im Keller oder direkt am Hausanschluss. Bei einzelnen Räumen reichen die Eckventile am Anschluss. Restwasser ablassen, sonst haben Sie eine kleine Pfütze beim Abschrauben.

Eingriffe in Gasleitungen sind ausschließlich Sache einer konzessionierten Fachfirma.

Elektriker prüft Sicherungskasten vor Renovierung
Lärm, Ruhezeiten und Nachbarn berücksichtigen

Lärm, Ruhezeiten und Nachbarn berücksichtigen

Wer renoviert, macht Lärm. Wenn die Nachbarn nicht eingeweiht sind, klingelt schnell die Polizei. Drei Eckpunkte vorab klären:

Aufstellen eines Containers
Leerer Container

Stellplatz für den Container: Auswahl, Untergrund, Bewegungsraum

Der Stellplatz wird so manches Mal erst in dem Moment geplant, in dem der Lkw schon in der Einfahrt steht.

Das geht meistens schief. Wer ein paar Tage vorher die richtige Stelle aussucht, spart sich Stress, vermeidet Schäden am Belag und arbeitet später deutlich schneller.

Den passenden Stellplatz für den Container finden

Drei Punkte sollten Sie vor der Bestellung prüfen.

  1. Erstens den Anlieferungsweg: Hat der Lkw freie Zufahrt, eine Wendemöglichkeit und genügend Platz zum Absetzen?

  2. Zweitens die freie Höhe: Bäume, Stromleitungen, Vordächer oder Tiefgarageneinfahrten verhindern manchmal eine Aufstellung an genau der Stelle, die Sie sich gedacht hatten.

  3. Drittens den Weg zum Arbeitsbereich: Je kürzer die Strecke zwischen Container und Renovierungs-Zone, desto weniger Schubkarren-Kilometer landen am Wochenende auf Ihrem Rücken.

Ihr Vorteil - Sie können bei uns den passenden Stellplatz für den Container schon bei Bestellung festlegen!

container-stellplatz-bei-bestellung-festlegen

Untergrund schonen

Auch robust erscheinender Untergrund braucht Schutz, sonst übertragen Container und Lkw Druck und Reibung direkt auf die Oberfläche. Bei Pflaster gibt es Druckstellen und Kratzer, bei Rasen und Kies Spuren, die nicht ohne Aufwand verschwinden.

Schutz schaffen Sie mit kräftigen Holzbohlen oder Schalbrettern (quer zur Lastrichtung gelegt) plus einem Vlies darunter. Bei sehr empfindlichen Belägen lohnt der Anruf beim Containerdienst, viele bringen passende Lastverteilungsplatten gleich mit.

Bewegungsraum einplanen

Ein Container ohne Schwung ist nutzlos. Planen Sie mindestens einen Meter freien Korridor zur Klappenseite, dazu den Schwenkbereich der Klappe selbst. Schubkarre, Sackkarre und gegebenenfalls ein Bauaufzug brauchen Platz, Kanten und Stufen sollten im Weg vermieden werden. Halten Sie auch die Sicht zur Straße frei, vor allem an Einfahrten, sonst wird der Container zur Sichtbehinderung.

Stellgenehmigung bei öffentlichem Grund

Wenn der Container auf öffentlichem Grund stehen soll, also auf Gehweg, Straße oder Parkstreifen, brauchen Sie eine Erlaubnis Ihrer Kommune.

Kümmern Sie sich rechtzeitig um die Genehmigung, denn es kann einige Zeit (von wenigen tagen bis zu mehreren Wochen) dauern, bis ein Antrag bearbeitet ist. Viele Containerdienstleister bieten gegen einen Aufpreis an, die Organisation der Stellgenehmigung zu übernehmen. Aus organisatorischer Sicht ist das ein Vorteil da so die Terminplanung vereinfacht ist.

Erst wenn die Stellgenehmigung vorliegt, kann der Container tatsächlich aufgestellt werden. Hier finden Sie vertiefende Informationen zum Thema: Antrag, Kosten und Auflagen der Stellgenehmigung.

Auf privatem Grund ist keine Genehmigung nötig.

Stellgenehmigung beantragen

Häufige Fragen zu Renovierung und Aufstellung eines Containers

In den meisten Kommunen brauchen wenige Werktage für die Stellgenehmigung. Wer in einer größeren Stadt mit hoher Antragslast renoviert, sollte mindestens zwei Wochen Vorlauf einplanen. Der Containerdienst kennt die örtliche Praxis am besten.

Stille Arbeiten wie Streichen, Tapezieren oder Spachteln sind in der eigenen Wohnung in der Regel auch sonntags erlaubt, sofern sie keine Nachbarn stören. Lärmende Arbeiten mit Bohrhammer, Säge oder Winkelschleifer sind tabu.

Lieferung in einem trockenen Raum auf Holzpaletten lagern, nicht auf dem feuchten Estrich. Den Belag erst verlegen, wenn die zulässige Restfeuchte nach DIN 18560 erreicht ist. Eine elektronische Messung beim Bodenleger oder Baustofffachhandel ist günstiger als ein Schaden im Belag.

Bevor Sie der erste Hammerschlag fällt - Kümmern Sie sich um den Container bei einem Containerdienst vor Ort

Eine gute Baustelle einzurichten heißt: einmal kurz hinsetzen, eine Reihenfolge aufschreiben, Staubschutz und Stellplatz vorab klären, Nachbarn informieren. Eine gute Planung spart Ihnen am Ende viel Zeit und unnötigen Stress. Dazu gehört auch die Aufstellung des Containers.

Hier können wir Sie unterstützen, denn wir bringen Sie direkt mit einem Containdienst bei Ihnen in der Nähe zusammen.

Wie? Ganz einfach:

Geben Sie in das nebenstehende Feld Ihre Postleitzahl ein

Sie gelangen zu einer Seite, auf der Sie direkt beim lokalen Containerdienst bestellen können

Sie wählen die Abfallart, den passenden Container und legen schon während der Bestellung den Stellplatz fest

Wenn Sie vorher noch Fragen haben oder erstmal unverbindlich zu den Konditionen anfragen wollen, finden Sie alle Kontaktdaten des Dienstleisters. So können Sie alles mit einem ortskundigen Partner besprechen und dann entscheiden. Was die beste Lösung für Ihre Renovierung ist.