Container aufstellen: Den richtigen Stellplatz wÀhlen und optimal vorbereiten
Wer einen Container bestellt, denkt meist zuerst an GröĂe und Abfallart. Mindestens genauso wichtig ist der Stellplatz: Passt der Container ĂŒberhaupt dorthin? TrĂ€gt der Untergrund? Kommt der Lkw bei der Anlieferung gut zurecht? Wir erklĂ€ren Schritt fĂŒr Schritt, worauf es beim Container aufstellen ankommt, mit MaĂen, geeigneten UntergrĂŒnden und konkreten Tipps fĂŒr Ihren Liefertag.
Inhaltsverzeichnis
So wÀhlen Sie den richtigen Stellplatz
Ein guter Stellplatz erfĂŒllt vier Anforderungen: ausreichend FlĂ€che, genug lichte Höhe, ein tragfĂ€higer Untergrund und eine freie Zufahrt fĂŒr den Lkw. Hinzu kommt der Bewegungsraum, um den Container spĂ€ter bequem befĂŒllen zu können. Wer all das auf einer Garageneinfahrt zusammenbringt, hat in den meisten FĂ€llen den idealen Platz gefunden.
Je nĂ€her der Stellplatz an der Baustelle liegt, desto weniger Aufwand entsteht beim BefĂŒllen. Lange Wege mit voller Schubkarre ĂŒber Treppen oder unebenes GelĂ€nde sind anstrengend und erhöhen das Risiko, dass Material daneben fĂ€llt. Planen Sie deshalb von Anfang an mit, wie der Weg vom Anfallort zum Container aussieht.
Wie viel Platz braucht der Container wirklich?
Bei den MaĂen unterscheiden sich Absetz- und Abrollcontainer deutlich. Absetzcontainer werden mit zwei Seilen vom Lkw gehoben, Abrollcontainer hingegen ĂŒber eine Schiene auf den Boden gezogen. Letztere brauchen mehr Platz beim Manövrieren.
StellflÀche
Absetzcontainer: ungefÀhr 2 m x 4 m
Abrollcontainer: ungefÀhr 3 m x 7 m
Mit diesen MaĂen sind Sie bei allen gĂ€ngigen ContainergröĂen auf der sicheren Seite. Planen Sie zusĂ€tzlich Bewegungsraum mindestens an einer LĂ€ngsseite ein, damit Sie den Container bequem befĂŒllen können.
Lichte Höhe
Ăber dem Stellplatz braucht es freien Raum nach oben, damit der Container ungehindert abgesetzt werden kann. FĂŒr Absetzcontainer rechnen Sie mit etwa fĂŒnf Metern, fĂŒr Abrollcontainer mit etwa sechs Metern. Niedrige Carports, BĂ€ume mit ĂŒberhĂ€ngenden Ăsten oder gespannte WĂ€scheleinen können den Vorgang behindern.
Zufahrt fĂŒr den Lkw
Neben StellflĂ€che und freien Platz in die Höhe benötigt der Lkw Platz zum Rangieren: FĂŒr Absetzcontainer benötigen Lkw rund 14 Meter LĂ€nge, Abrollcontainer etwa 21 Meter. Die Werte gelten fĂŒr gerades Anfahren. Bei engen Einfahrten oder Hofdurchfahrten sollten Sie vorab den Containerdienst kontaktieren, um die Aufstellung zu planen.
Was als Stellplatz nicht geeignet ist
Mindestens so wichtig wie die Frage nach dem richtigen Stellplatz ist die nach dem falschen.
Diese PlÀtze sollten Sie konsequent meiden:
Ăber Kanaldeckeln, SchĂ€chten oder Versorgungsleitungen: Das Gewicht eines vollen Containers kann SchĂ€chte beschĂ€digen. Zudem muss der Zugang zu den SchĂ€chten gewĂ€hrleistet sein.
Vor Hydranten, NotausgÀngen oder Feuerwehrzufahrten: Hier handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Freihaltezonen.
An verkehrsrelevanten Sichtachsen: Wenn der Container die Sicht auf eine Kreuzung oder Einfahrt versperrt, riskieren Sie nicht nur BuĂgelder, sondern auch UnfĂ€lle.
Unter Stromleitungen, BĂ€umen mit niedrigem Astwerk oder Carports: Der Lkw braucht freie Höhe fĂŒr die Hydraulik.
Auf Tiefgaragen-Decken oder HohlrĂ€umen: Die TragfĂ€higkeit reicht meist nicht aus, im Zweifel den Statiker oder HauseigentĂŒmer fragen.
An Hanglagen ĂŒber etwa fĂŒnf Prozent GefĂ€lle: Container und Lkw arbeiten mit Hydraulik, die ein bestimmtes MaĂ an Ebene voraussetzt.
Auf weichem Untergrund nach starkem Regen: Lkw und voller Container hinterlassen Spuren oder bleiben stecken.
Vor Garagen- oder Hofeinfahrten der Nachbarn: Das ist nicht verboten, aber sorgt zuverlĂ€ssig fĂŒr Konflikte.
Untergrund schĂŒtzen und vorbereiten
Ein voller Bauschutt- oder Bodencontainer kann mehrere Tonnen wiegen. Beim Absetzen ruht dieses Gewicht auf den vier Auflagepunkten des Containers, was empfindliche BelÀge schnell beschÀdigen kann.
So schĂŒtzen Sie die StellflĂ€che und den Untergrund:
Pflaster und Verbundsteine
Hier ist Vorsicht geboten: Punktbelastung kann einzelne Steine eindrĂŒcken oder verschieben. Legen Sie Holzbohlen oder stabile Bretter unter die Auflagepunkte, idealerweise quer zur Container-LĂ€ngsachse. Karton allein reicht nicht.
Asphalt
Im Hochsommer kann sich Asphalt erweichen und EindrĂŒcke der Auflagepunkte bilden. Auch hier sind Holzbohlen die einfachste Lösung. Bei kĂŒhleren Temperaturen ist Asphalt unproblematisch.
Beton und gepflasterte HofflÀchen
In der Regel unproblematisch, solange die FlÀche eben und tragfÀhig ist. Reinigen Sie sie vor Anlieferung von groben Steinen oder Schutt, damit der Container plan aufliegt.
Rasen und unbefestigte FlÀchen
Möglich, hinterlĂ€sst aber meist Spuren oder Vertiefungen. Im FrĂŒhjahr und nach Starkregen kann der Lkw zudem stecken bleiben. Wenn nichts anderes geht, breite AuflageflĂ€chen wie alte Holzpaletten verwenden, um die Last zu verteilen.
Tiefgaragen und ĂŒberbaute FlĂ€chen
Hier ist die TragfĂ€higkeit oft unklar. Bevor Sie hier einen Container aufstellen lassen, holen Sie Auskunft beim HauseigentĂŒmer oder beim Containerdienst ein. Im Zweifel woanders aufstellen.
Container auftsellen auf privatem Grund
Auf eigenem GrundstĂŒck ist die Aufstellung in den meisten FĂ€llen unproblematisch, sofern Platz und Zufahrt stimmen. Klassische Standorte sind Garageneinfahrten, gepflasterte Höfe oder befestigte Terrassen-Zufahrten. Eine behördliche Genehmigung ist nicht erforderlich.
Achten Sie bei privaten StellplÀtzen auf zwei Punkte:
das GefÀlle der Einfahrt (zu steil ist nicht möglich)
die Erreichbarkeit fĂŒr den Lkw.
Hofdurchfahrten mit Bögen, niedrige Tordurchfahrten und schmale Wege können zur Stolperfalle werden. Im Zweifel ein kurzes Foto an den Containerdienst senden, das spart böse Ăberraschungen am Liefertag.

Container auf öffentlichem Grund
Sobald der Container auf Gehweg, StraĂe, Parkbucht oder einer anderen öffentlichen FlĂ€che stehen soll, brauchen Sie eine Stellgenehmigung Ihrer Kommune. HĂ€ufig ist zusĂ€tzlich ein Halteverbot zu beantragen, damit der Stellplatz am Liefertag tatsĂ€chlich frei ist. Beides nimmt Vorlauf in Anspruch.
Die Details zu Antrag, Bearbeitungszeit und Auflagen haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst. Hier nur die wichtigsten Punkte fĂŒr die Aufstellung selbst:
Container muss gut sichtbar sein, bei schlechter Sicht oder in der Dunkelheit ist meist eine Beleuchtung vorgeschrieben.
Verkehr darf nicht behindert, Sichtachsen nicht versperrt werden.
Bei Aufstellung auf der Fahrbahn sind Warnschilder und SicherungsmaĂnahmen Pflicht.
Versorgungseinrichtungen wie SchĂ€chte, StromkĂ€sten oder Hydranten dĂŒrfen nicht blockiert werden.

Am Liefertag und nach der Abholung
Damit die Anlieferung reibungslos lÀuft, lohnt sich kurze Vorbereitung am Tag selbst.
Vor Anlieferung des Containers
Stellplatz freihalten, parkende Fahrzeuge im Hof vorab umstellen.
Halteverbotsschilder rechtzeitig (in der Regel 72 Stunden vorher) aufstellen, falls erforderlich.
Telefonisch erreichbar sein, der Fahrer meldet sich bei Bedarf.
Holzbohlen oder Bretter bereitlegen, wenn Sie den Untergrund schĂŒtzen wollen.
Nach Abholung des Containers
StellflÀche reinigen, das ist auf öffentlichem Grund vorgeschrieben.
Halteverbotsschilder, Warnzeichen und Absperrungen entfernen.
BeschÀdigungen am Untergrund dokumentieren, falls etwas aufgefallen ist.
HĂ€ufige Kundenfragen zur Aufstellung von Containern
Ja, ist aber nicht empfehlenswert. Auf dem Rasen werden Spuren zurĂŒckbleiben. Ist der Boden nass und weich, und muss er ĂŒber den Rasen fahren, kann der Lkw möglicherweise stecken bleiben. Wenn es nicht anders geht, breite AuflageflĂ€chen wie Paletten oder Bretter verwenden und einen lĂ€ngeren Standzeitraum vermeiden.
Manche Containerdienste arbeiten mit besonders kompakten Lkw oder bieten in SonderfÀllen die Anlieferung per Kran an. Wenn Ihr Stellplatz schwer zugÀnglich ist, fragen Sie vor der Bestellung nach. Ein Foto der Zufahrt und des Stellplatzes hilft dem Disponenten bei der EinschÀtzung.
Bei empfindlichen UntergrĂŒnden wie Pflaster, Verbundsteinen oder weichem Asphalt sind Holzbohlen die deutlich bessere Wahl. Karton ist nur als zusĂ€tzlicher Kratzschutz auf festen, robusten FlĂ€chen geeignet, nicht zur Lastverteilung.
Der Fahrer wird den Container nicht abladen, wenn er den Stellplatz nicht sicher anfahren kann. In dem Fall fallen oft Anfahrtspauschalen oder Zusatzkosten an. KlĂ€ren Sie deshalb Zufahrt und MaĂe vor der Bestellung mit dem Containerdienst.
In manchen FĂ€llen ja. Bei niedrigen Hindernissen und ausreichendem Bewegungsraum kann der Lkw den Container ĂŒber ZĂ€une oder Mauern heben. Sprechen Sie das vorab mit dem Anbieter ab, denn nicht jeder Lkw ist dafĂŒr ausgelegt.
Das ist Ihre eigene Entscheidung, solange Sie den vereinbarten Mietzeitraum beim Containerdienst einhalten. Auf öffentlichem Grund bestimmt die Stellgenehmigung den Rahmen.
So bestellen Sie Ihren Container
1. Postleitzahl eingeben, um Ihren regionalen Containerdienst zu finden
2. WĂ€hlen Sie die Abfallart
3. WĂ€hlen Sie Ihren Container aus
4. Geben Sie an, wo und wann der Container aufgestellt werden soll
5. Bestellung abschlieĂen und das war es auch schon
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