Ytong entsorgen – was erlaubt ist und was es kostet
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Inhaltsverzeichnis

Was ist Ytong – und warum braucht es einen eigenen Container?
Ytong ist der bekannteste Markenname für Porenbeton, auch Gasbeton genannt – ein Produkt der Firma Xella. Der Baustoff besteht aus Quarzsand, Kalk, Zement und Wasser und wird durch ein Aufschäumverfahren mit Aluminiumpulver porös gemacht. Anschließend wird er im Autoklav dampfgehärtet. Das Ergebnis: ein extrem leichter und gut dämmender Stein, der sich mit der Säge bearbeiten lässt und seit Jahrzehnten im Wohnungsbau als Mauerstein und vorgefertigtes Bauteil eingesetzt wird.
Trotz des Namens ist Ytong kein Beton im technischen Sinne. Er enthält keine Gesteinskörnung wie Kies oder Sand – und genau das macht ihn bei der Entsorgung zu einer eigenen Fraktion. Gerät Porenbeton in eine Bauschuttaufbereitungsanlage, saugt er Wasser auf, verklumpt und stört den gesamten Recyclingprozess. Die Anlage kann das Material nicht mehr wirtschaftlich zu Recycling-Baustoff aufbereiten.
Außerdem enthält Ytong einen nennenswerten Gipsanteil, der bei falscher Entsorgung auf Bauschutt-Deponien das Grundwasser belasten kann. Das ist ein weiterer Grund, warum kommunale Entsorgungsbetriebe und gewerbliche Anlagen Porenbeton grundsätzlich getrennt erfassen.
Typische Anlässe, bei denen Ytong in größeren Mengen anfällt:
Abriss oder Rückbau von Innenwänden aus Ytong-Mauerwerk
Umbauarbeiten mit neuen Türöffnungen oder Wanddurchbrüchen
Neubau mit Ytong-Steinen: Verschnitt und Bruchmaterial
Garagenapbruch, wenn die Wände aus Gasbeton gemauert sind
Ytong von normalem Beton unterscheiden – so geht's
Die Verwechslung von Ytong und Normalbeton ist häufig – beide sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Drei einfache Merkmale helfen bei der Unterscheidung:
Gewicht
Ein Würfel von 10 × 10 × 10 cm wiegt bei Ytong nur 0,35–0,8 kg. Der gleiche Normalbeton-Würfel bringt 2,0–2,6 kg auf die Waage. Ytong fühlt sich überraschend leicht an.
Porenstruktur
Bricht man einen Stein auf, sieht man bei Ytong viele feine Luftbläschen – ähnlich wie bei Schaum. Normalbeton zeigt eine dichte, körnige Struktur.
Bohrmehl
Beim Bohren hinterlässt Ytong hellgraues, eher grobkörniges und krümeliges Mehl. Beton-Bohrmehl ist feiner und sandiger.
Die Unterscheidung ist wichtig: Wer irrtümlich Normalbeton in den Porenbetoncontainer wirft, muss je nach Entsorger einen Aufpreis für Falschbefüllung zahlen.

Wie kann man Ytong entsorgen?
Container für Porenbeton / Gipsbeton
Die beste Lösung für größere Mengen. Ein spezieller Container nimmt Ytong, Gipsbeton, Bimsstein und saubere Gipskartonplatten auf – alles in einem Behälter. Sauber getrennt, günstiger Preis, Entsorgungsnachweis auf Wunsch.
Baumischabfall-Container
Für kleine Restmengen Ytong, die beim Umbau anfallen: Geringe Anteile Porenbeton (ca. bis 10 % des Inhalts) können Sie ohne Probleme im Mischcontainer entsorgen. Bequem, ja, aber je Tonne teurer als die Sortenrein-Variante.
Big Bag
Für sehr kleine Mengen unter einem Kubikmeter. Ein Big Bag fasst ca. 1 m³ und wird auf Anfrage vom regionalen Partner geliefert und abgeholt. Wirtschaftlich, wenn kein ganzer Container nötig ist.
Wertstoffhof
Kleinste Mengen (einige Steine) können beim kommunalen Wertstoffhof abgegeben werden. Öffnungszeiten begrenzt, Mengenobergrenzen möglich – nicht geeignet für Umbau- oder Abbruchmengen.
Wiederverwendung
Gut erhaltene, saubere Ytong-Steine können über Kleinanzeigenportale, Flohmärkte oder an Kunstschaffende weitergegeben werden. Porenbeton ist wegen seiner Bearbeitbarkeit in der Kunstszene beliebt.
Was kostet es, Ytong zu entsorgen?
Die Kosten hängen von Containergröße, Materialreinheit und Region ab. Als erste Orientierung dienen folgende Richtwerte – der verbindliche Festpreis Ihres regionalen Partners erscheint nach PLZ-Eingabe direkt im Shop.
| Containergröße / Leistungsart | Typischer Preisrahmen | Einflussfaktoren (exemplarisch) |
|---|---|---|
| 3 m³ Porenbetoncontainer | ca. 270–450 € | Region, Deponiegebühren, Anfahrt |
| 5 m³ Porenbetoncontainer | ca. 360–600 € | Materialreinheit, Standzeit |
| 7 m³ Porenbetoncontainer | ca. 400–700 € | Genehmigung, Menge Fremdmaterial |
| Big Bag (ca. 1 m³) | ca. 80–180 € | Region, Abhollogistik |
| Baumischabfall (Ytong gemischt) | ca. 120–220 € / Tonne | Sortieraufwand, Mischanteil |
Hinweis: Alle genannten Preise sind Richtwerte inkl. 19 % MwSt. Die tatsächlichen Kosten variieren regional stark. Ihren verbindlichen Festpreis sehen Sie nach PLZ-Eingabe im Shop Ihres regionalen Partners.
Warum Ytong teurer wirkt als normaler Bauschutt:
Porenbeton hat ein sehr geringes Schüttgewicht von ca. 400–700 kg/m³ – ein voller 5-m³-Container wiegt damit nur etwa 2–3,5 t. Viele Entsorger berechnen jedoch nach Containereinheit, nicht nach Tonne. Der Preis pro Container ist daher oft höher als der reine Tonnagepreis vermuten lässt.
Kosten sparen durch sortenreine Trennung:
Wer auf der Baustelle Ytong konsequent von Ziegel, Beton und Rigips trennt, zahlt weniger. Bei gemischtem Abbruchmaterial kann die nachträgliche Umsortierung die Gesamtkosten um 20–40 % erhöhen.
Hinweis: Alle genannten Preise sind Richtwerte. Die tatsächlichen Kosten variieren regional stark. Ihren verbindlichen Preis sehen Sie nach PLZ-Eingabe im Shop Ihres regionalen Partners.
So bestellen Sie den richtigen Container über den Containerdienst-Shop
Beim Containerdienst-Shop sehen Sie von Anfang an, wer liefert: kein anonymes Call-Center, kein Vermittlungsportal ohne Gesicht – sondern ein regionaler Betrieb mit Name, Logo, Adresse und direktem Ansprechpartner. Das ist besonders bei Sonderfraktionen wie Porenbeton hilfreich, weil nicht jeder Entsorger jeden Abfallschlüssel führt. Ihr Partner vor Ort kennt die lokale Deponiesituation und kann gezielt beraten.

Der Ablauf Schritt für Schritt:
PLZ eingeben – Sofortanzeige des verfügbaren regionalen Partners.
Abfallart wählen – „Porenbeton / Ytong" oder „Gipsbeton" auswählen, nicht Bauschutt.
Größe und Termin festlegen – Für typische Sanierungsprojekte reicht meist 3 oder 5 m³.
Stellplatz klären – Auf eigenem Grundstück keine Genehmigung nötig. Auf Gehweg oder Straße muss eine Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde beantragt werden.
Bestellen und befüllen – Nach Abholung erhalten Sie auf Wunsch einen Entsorgungsbeleg.
Hinweis zur Zufahrt: Das Lieferfahrzeug (Absetzcontainer-LKW) braucht eine Zufahrtsbreite von mindestens 3 m und eine Tragfähigkeit des Untergrunds für bis zu 26 t. Engpässe bitte beim Bestellen angeben – der Partner findet gemeinsam mit Ihnen eine Lösung.
Typische Fehler beim Entsorgen von Ytong und wie Sie sie vermeiden
Fehler 1: Ytong in den Bauschuttcontainer
Häufigster und teuerster Fehler. Der gesamte Containerinhalt kann als Mischfraktion umgestuft werden, oder die Abholung wird verweigert.
→ Immer einen separaten Behälter für Porenbeton bestellen.
Fehler 2: Ytong und Rigips gemeinsam befüllen
Ein Container für Gipsbeton/Ytong verträgt zwar Gipskartonplatten (Rigips), aber nur in begrenzten Mengen. Wer größere Mengen Rigips entsorgen muss, bestellt besser getrennte Behälter.
→ Mengenanteil vor der Bestellung abschätzen und beim Partner nachfragen.
Fehler 3: Nasse Steine einwerfen
Ytong saugt Wasser auf und wird dann deutlich schwerer. Das Gewichtslimit des Containers kann bei nassen Steinen früher erreicht werden als erwartet.
→ Wenn möglich: Steine vor dem Einwerfen trocknen lassen.
Fehler 4: Zu großen Container gewählt
Da Porenbeton sehr leicht ist, bleibt ein 7-m³-Container oft weit unter dem Gewichtslimit. Sie zahlen für Volumen, das Sie nicht brauchen.
→ Bei reinem Ytong mit dem kleinsten sinnvollen Container starten.
Fehler 5: Anhaftende Putz- und Fliesenreste ignoriert
Stark verschmutzte Steine mit Mörtelresten oder Fliesenkleber können zur Einstufung als Mischfraktion führen.
→ Grobe Anhaftungen vor dem Einwerfen mechanisch entfernen.
Hier finden Sie weitere Hinweise, wie Sie Ihren Container richtig befüllen
Kann man Ytong recyceln?
Ja – und das ist ein gutes Argument für die sortenreine Erfassung. Sauber getrennter Porenbeton kann in speziellen Aufbereitungsanlagen zu Sekundärrohstoff verarbeitet werden. Das zerkleinerte Material dient als mineralischer Zuschlagstoff in der Zementproduktion oder als Ersatz für natürliche Rohstoffe wie Kalkstein und Mergel.
Der Hersteller Xella betreibt mit dem Markennamen YTONG® ein eigenes Rücknahmekonzept für sortenreinen Porenbetonverschnitt direkt von Baustellen. Für Privatpersonen ist dieser Weg in der Regel nicht zugänglich – sie sind auf regionale Containerdienste und deren Entsorgungsnetz angewiesen.
Das Schadstofffazit: Ytong gilt laut Hersteller und unabhängigen Umweltdeklarationen (nach ISO 14025) als schadstofffreier Baustoff. Der im Material enthaltene Gipsanteil ist dennoch ein Grund dafür, dass Porenbeton nicht auf Bauschutt-Deponien abgelagert werden darf – das Sulfat könnte ins Grundwasser gelangen.
Häufig gestellte Fragen zur Entsorgung von Ytong
Nein. Porenbeton stört durch seine poröse Struktur den Recyclingprozess von Ziegel- und Betonschutt. Er muss in einem eigenen Behälter für Gips- und Porenbeton entsorgt werden. Wer Ytong trotzdem zusammen mit Bauschutt entsorgt, riskiert eine Umstufung des gesamten Inhalts als teureren Baumischabfall.
Nein. Ytong-Produkte sind laut Hersteller und internationalen Umweltdeklarationen frei von gesundheitsgefährdenden Schadstoffen. Bei der Handhabung – auch beim Brechen oder Sägen – sind keine Sonderschutzmaßnahmen vorgeschrieben. Der Gipsanteil ist der einzige Grund für besondere Entsorgungsregeln, nicht eine Gesundheitsgefahr.
In einem Container für Gips- und Porenbeton können neben Ytong-Steinen auch saubere Gipskartonplatten (Rigips), Baugipsreste, Bimsstein und andere Gasbeton-Produkte aller Hersteller mit entsorgt werden. Normaler Bauschutt, Holz, Metall, Kunststoff oder Erdmaterial dürfen nicht hinein.
Als Richtwert sollten Sie für einen 3-m³-Container ca. 270–450 € einplanen, für 5 m³ ca. 360–600 €. Die Kosten variieren regional erheblich. Den verbindlichen Preis für Ihre Region sehen Sie nach PLZ-Eingabe im Shop Ihres regionalen Partners.
Einzelne Steine oder kleine Restmengen nehmen viele kommunale Wertstoffhöfe an – allerdings mit Mengenobergrenzen und nur zu den Öffnungszeiten. Für größere Umbau- oder Abrissmengen ist ein Container die deutlich praktischere und rechtssichere Lösung.
Der sicherste Test ist das Gewicht: Ein faustgroßes Stück Ytong fühlt sich überraschend leicht an. Bricht man den Stein auf, sieht man bei Ytong viele feine Bläschen. Normalbeton ist dicht und schwer. Im Zweifelsfall können Sie auch beim regionalen Partner nachfragen – gute Containerdienste beraten bei der Materialbestimmung.
Nur wenn der Container auf öffentlichem Grund aufgestellt wird – also auf Gehweg, Straße oder Parkstreifen. Auf dem eigenen Grundstück oder in der Einfahrt ist keine Genehmigung erforderlich. Die Gebühren für eine Sondernutzungserlaubnis liegen je nach Gemeinde bei ca. 20–150 € pro Woche.
Das Wichtigste in Kürze
Ytong (Porenbeton) darf nicht in den Bauschuttcontainer – er stört das Bauschutt-Recycling und kann Deponien belasten.
Für größere Mengen brauchen Sie einen eigenen Container für Gips- und Porenbeton; für kleine Restmengen genügt ein Big Bag oder Baumischabfall-Container.
Richtwerte: 3 m³ ca. 270–450 €, 5 m³ ca. 360–600 € – je nach Region sehr unterschiedlich.
Sortenreine Trennung von Putz, Fliesen und Normalbeton senkt die Kosten spürbar.
Ytong ist nicht gesundheitsgefährlich, aber der Gipsanteil macht eine getrennte Entsorgung gesetzlich notwendig.
Über den Containerdienst-Shop sehen Sie sofort, welcher Betrieb vor Ort liefert – mit Name, Adresse und persönlichem Ansprechpartner.

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Ytong zu entsorgen ist unkompliziert – wenn Sie den richtigen Container wählen. Über den Containerdienst-Shop finden Sie sofort einen regionalen Betrieb, der weiß, welche Anlage in Ihrer Nähe Porenbeton annimmt, und Ihnen einen verbindlichen Festpreis nennt.
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